Sorry Microsoft, ich hab mich vertan

Ihr habt es wirklich nicht leicht. Die Smartphone/Tablet Revolution hat Euch überrollt.

Mit einem gelungenen SmartPhone (Nokia Lumia mit WindowsPhone) versucht ihr viel zu spät – aber kämpferisch – Marktanteile zurück zu erobern. Ihr habt ein Tablet mit WindowsRT herausgebracht, was niemand so recht kaufen will. Und euer Surface Pro wird von 2 Seiten beschimpft: Die Tablet Freunde finden es zu dick, zu schwer und zu laut (Lüfter), die PC Fans zu klein, zu teuer und ihnen fehlt das „Laufwerk“.

Was Apple und Samsung jeweils mit einem Betriebssystem hinbekommen hat (IOS oder Android), konntet ihr nur mit 3 Betriebssystemen umsetzen (W8, W-RT, WP). Und die XBOX müsste auch mal aufgefrischt werden…. denn möglicherweise plant Apple da was mit TV….

Also die XBOX ONE ist da! Eine Chance für Microsoft alles wieder zu „einem Ding“ zu vereinen. Tablet, SpielConsole, TV Steuerung, Cloud, Online/Social-Gaming, Facebook, Messaging, VideoChat. So habe ich mir das vorgestellt, so habe ich mir das gewünscht!

Und ihr habt auch mich gehört und die XBOX One präsentiert. Und ich habe mich erschrocken. Das Gerät erinnert mich an das HomerMobil… alles was geht reinpacken. Und es erinnert mich an den legendären Amiga 2000. Amiga Power mit PC Karte. Das war ein fetter Kasten mit 2 Betriebssystemen (Amiga zum Spielen und für Grafikanwendungen und MS DOS zum kompatiblen Arbeiten).

Und jetzt sitze ich hier und schäme mich. DAS habe ich nicht gewollt. Es tut mir Leid.

Die XBOX 360 Gamer fluchen auf die neue Kiste, weil zu viel Firlefanz drin ist, sie „online“ sein will und man „gebrauchte Spiele auf blauen Scheiben“ nicht mehr so einfach verkaufen kann. Und kompatibel zu der alten Box ist sie auch nicht.

Und die „Neue Generation“ kauft keine fette Kisten mit Laufwerken, Festplatten und 3 Betriebssystemen, nur damit die OldSchool Gamer einen sanften Übergang in die Zukunft haben.

Ich fühle mich, als hätte ich Euch dazu getrieben. Natürlich habe ich nie ein Wort mit Euch gewechselt. Aber ihr müsst irgendwie gespürt haben, dass sich der Markt verändert. Das die Kunden immer weniger Geld für ein Spiel ausgeben und stattdessen lieber dutzende Game-Apps für 99 Cent kaufen und dann InGame Käufe tätigen. Dass die Kunden immer Online sind, gleichzeitig chatten und Fernsehen oder spielen und quatschen. Und es ist ehrenvoll, dass ihr  versucht dran zu bleiben.

Jetzt werde ich einfach das Thema abzuhaken (canceln) und beobachte wieder lieber Eure Smartphone und Tablet Anstrengungen. Vielleicht schafft ihr das mit der Betriebssystemzusammenführung ja noch, bringt schöne neue Geräte (gerne auch im DIN A4 Format) und dann ist alles wieder gut. Aber ich will mich da nicht mehr zu sehr einmischen. Vielleicht geht das was ich erwarte einfach nicht.

Die Apotheken schaffen sich selbst ab

Über den Sinn und Zweck von Apotheken und den „Apothekenpreisen“ wurde schon viel diskutiert. Gibt es noch die sinnvolle Beratung oder wird auch in der Apotheke lieber ein margenträchtiges Produkt mit zweifelhafter Wirkung verkauft? Ich traue den Apothekern noch, Beschränke meine Fragen und Einkäufe jedoch auch auf die von Arzt verschriebenen Produkte. Doch wie sieht die Zukunft aus? Wie sehen das die jungen Leute, die nicht jahrzehntelang Erfahrung mit Beratung bei der Apotheke Ihres Vertrauens haben?

Doc Morris kennt heute jeder. Als reine Versandapotheke gestartet, unterhält DocMorris aus rechtlichen Gründen ein Apothekennetzwerk (Franchise) um den Lieferdienst abzusichern. Und die gute alte Apotheke vor Ort? Die macht jetzt auch mit. Zum Einen wird schon heute von den Apotheken die Medizin nach Hause gebracht, die gerade nicht vorrätig ist. Und mit Dedendo.de schaufelt man sich nun das eigene Grab.

Das Startup-Unternehmen aus Wiesbaden wurde von vivesco gegründet. Einem Apothekenverbund mit 1.100 Apotheken. So will man sich ein Stück vom Kuchen sichern und zukünftig die Leute beliefern, die sich Ihre Medizin lieber nach Hause bringen lassen. Damit wird der Anteil der Menschen die eine „echte“ Apotheke betreten wieder deutlich geringer. Aber wenn man eh keine Apotheke mehr betritt, warum dann noch einen Laden? Da kann man doch gleich ein Lager, Call-Center mit Beratung und Lieferdienst betreiben.

Und wenn wir schonmal dabei sind: Der Arzt fummelt heute aus seinem „Computer“ das passende Medikament für seinen Kunden und druckt es auf ein Stück Papier. Da kann er doch gleich „online“ per Knopfdruck das Medikament bei einem der elektronischen Apotheken buchen und direkt an den Kunden liefern lassen. Das ginge sogar mit einem Tablet. Wetten?