Onlinezeitungen vor dem Ende: Apple hilf!

Seit Ende 2012 hat Apple kein neues Produkt mehr rausgebracht (IO7 ist für die Masse wenig interessant). Und selbst bei der Präsentation von iPhone 5 und iPad4 waren sich schon alle einig, dass der Hype eigentlich nicht mehr gerechtfertigt ist.

Aber dennoch haben alle Zeitungen, TV Sender und natürlich alles was es so Online an Blogs und Magazinen gibt, mitgemacht. Versprechen doch die Berichte über Apple-Produkte immer wieder gigantische Besucherzahlen und jede Menge sinnfreie aber googletechnisch wichtige Kommentare. Manche sprechen schon davon, dass dem ganzen Werbemarkt dank fehlender Apple-Berichte Millionen Umsätze fehlen. Und den Online-Magazinen eben auch. Wie kann Apple uns das nur antun? Selbst die Berichte über den Apple-Aktien-Kurs-Absturz lesen nur die Insider.

Apple hat eine soziale Verantwortung gegenüber der Presse, den Ad-Netzwerken und schließlich auch gegenüber jedem einzelnen Journalist, der seit Monaten hungern muss. Und Apple sollte diese soziale Verantwortung endlich berücksichtigen. So lange nix Neues zu bringen ist einfach unsozial. Und soviele Hochwasser können gar nicht kommen um das auszugleichen.

Also, lieber Tim Cook. Laß den Online-Zeitungs-Markt nicht zusammenbrechen und bring endlich was!! Notfalls darf es auch total doof sein. Hauptsache es kann wieder ordentlich in den Kommentaren rumgetextet werden.

Das Apple iPhone – iPad Preis-Paradox

Schon 2010 als das iPad auf den Markt kam, wunderten sich nicht wenige Fachleute über den (damals) günstigen Preis des iPad im Vergleich zum iPhone (obwohl die gleiche Technik verbaut wurde). Dass das iPhone sehr sehr teuer war, war natürlich auch schon vorher jedem klar. Und das Apple sich dumm und dähmlich damit verdient ebenfalls. Das konnte also nur bedeuten, dass Apple zugunsten der Verkaufszahlen beim iPad Massiv auf Gewinne verzichtete. Soweit so gut. Kann ja jeder Konzern so für sich entscheiden.

Mit dem iPad Mini (2012) und dem iPhone 5 (ebenfalls 2012) ist der Preisunterschied nochmal deutlich nach oben gegangen. Und die Argumentation für den absolut überteuerten iPhone 5 Preis wird immer schwieriger, denn der Formatabstand zwischen Smartphones und Tablets schmilzt Jahr für Jahr dahin.

Mit dem Galaxy S4 hat Samsung vorgemacht, wohin die Reise geht. Jeder der so ein Galaxy S4 mal in der Hand hatte schwärmt von dem Displayformat, egal ob Freund oder Feind. Apple wird über kurz oder lang nachlegen müssen. Dann wird der Preis-Unterschied zum iPad mini noch weiter Probleme bereiten. Denn was ein iPhone kann, kann ein iPad Mini auch.

Die anderen Hesteller, die Smartphones und Tablets im Angebot haben, haben natürlich das gleiche Problem. Auch Samsung tut sich schwer daran den Preisunterschied zwischen dem 7″ GalaxyTab (bereits für 190 Euro zu haben) und dem Galaxy S4 mit 5″ Display für 595 Euro zu erklären.

Solange sich die Kunden diese Frage nicht stellen, werden beide Konzerne erstmal weiter machen und vielleicht bei den größeren Geräten weiter bei der Auflösung, dem Speicher oder dem Prozessor sparen. Was völlig idiotisch ist (schließlich hat man mehr Platz)…. aber wenn der Markt mitmacht.

Update: Mit dem 6.4″ Sony Xperia Z Ultra wird die Sache noch verrückter. Mit 679 Euro gehört es klar zu den Smartphones, Mit 6.4″ Display ist es aber auch ein etwas zu klein geratenes tablet, welches aber 3x so teuer ist wie ein 7″ tablet. Unerklärlich.

Durch Apple ausgelöste Revolution kommt aus der Vergangenheit

Als Apple am 8. Januar 2007 das iPhone vorstellte, haben nur die Visonäre direkt erkannt, was dies für eine Revolution auf dem Handymarkt auslösen würde. 6 Jahre später ist das „Smartphone“ so alltäglich, als hätte es nie etwas anderes gegeben. Kein „Handy“-Hersteller ohne Smartphone. Doch selbst die Visonäre… und vermutlich nichtmal Apple selbst konnte überschauen, was damit losgetreten wurden. Nichts anderes als der totale Zusammenbruch der PC- und PC-Zubehörindustrie. Dell, Lenovo, HP, Logitech… alles große Namen des PC Industriezeitalters. Sie werden alle mit Ihren Produkten vom Massenmarkt verschwinden. Es wird keine PCs, keine Drucker, keine Tastaturen, keine Mäuse, keine Laufwerke mehr geben. Totales radikales Ende einer ganzen Industrie. Und mit den kleinen Geräten wird auch das Internet – wie wir es heute kennen – verändern.

Doch erst noch einen kleinen Schritt zurück.

2010 brachte Apple den iPad und löste eine 2. Revolution aus. Diesmal schaffte Apple ein völlig neues Genre. Einen kinderleicht zu bedienenden Tablet PC mit touchscreen. Die Besonderheit bei Apple: Es hat das gleiche Betrienssystem wie das iPhone und die Geräte kommunizieren über die Cloud und einen eigenen Messenger. Eine manuelle Synchronisation ist nicht mehr nötig. Auch benötigt man parallel keinen PC oder MAC mehr, um das tablet zu nutzen. Viele weitere Hersteller folgen mit eigenen Tablets, die Cloud ist eh keine Apple Erfindung und mit WhatsApp gibt es es die Möglichkeit der Kommunikation sogar Geräteübergreifend. Facebook versucht mit „Home“ und dem Ausbau der eigenen Messenger Funktion dagegen zu halten. Doch im Augenblick beschränkt sich die Home-App auf Android. Und ob ein eigenes Handy – wie seit langem erwartet – den Facebook-Messages-Untergang stoppen kann darf bezweifelt werden.

Welche Revolution hat bereits stattgefunden?

1. Alle Handy sind heute Smartphones.

2. Kommuniziert wird nicht mehr per SMS oder Mail sondern per Messenger.

3. Die Tablets ersetzen die PCs.

Doch was bedeutet dies für die PC Industrie? Nicht nur, dass die Desktop PCs vom Markt verschwinden werden… sondern auch alles Zubehör, Drucker, Tastaturen, Mäuse, Laufwerke, Berge von Kabeln…. all das wird nicht mehr benötigt. Seit über 20 Jahren wird das papierlose Büro propagiert. Doch es wurde immer mehr Papier statt weniger. Erst jetzt, wo die PCs & Drucker verschwinden und das tablet prima als Handbuch und Ordnerersatz genutzt werden kann, verschwindet auch das Papier tatsächlich. Junge Programmierer, gerade aus den Schwellenländern wachsen ohne PCs auf und werden Lösungen für Tablets und Smartphones (er)finden. „Probleme“ die wir PC-Junkies mit Smartphones und Tablets haben, werden die jungen Programmierer einfach ignorieren. Nur weil die „alte Welt“ ein Problem hat, muss die junge Welt sie ja nicht lösen. Während es für mich wichtig ist, etwas „auszudrucken“, ist es für die neue Generation einfach überflüssig. Während ich mich frage, wie man Excel ohne Maus und Tastatur nutzt, wird die nächste Generation auf Excel verzichten. Neben der PC- und PC-Zubehör Industrie verschwindet somit auch die PC Software, die PC-Software-Industrie und die „alten“ Programmierer. Wir sprechen hier von vielen Millionen von Arbeitsplätzen die schnell einfach überflüssig werden.Wenn Du Dich jetzt fragst, wie denn die jungen Programmierer ohne PC und Tastatur programmieren wollen, dann gehörst Du schon zu denen, die nicht nach Lösungen suchen, sondern Probleme als Selbstverständlich hinnehmen.

Alles Apple Schuld? Nein, selber Schuld! Wie hat uns die PC Industrie und die PC Software Industrie in der Vergangenheit doch geärgert. Komplizierte (überflüssig) hochkomplexe Betriebssysteme, permanente Updates, Abstürze und Viren – und immer war und ist alles viel zu langsam. Wir haben es geschluckt. Doch kennt jemanden einen Tablet User dem etwas zu langsam geht? Oder das Betriebssystem zu kompliziert ist? Oder dessen Tablet PC ständig neu aufgesetzt werden muss (Jailbreaks von PC Freaks mal ausgenommnen)? Nein, die Geräte funktionieren. So soll es sein. Und das kann der gute alte PC nicht bieten und wird er auch niemals bieten können.

Wie schnell wird der totale Umschwung passieren? Nun… vielleicht schneller als wir denken. 5-15 Jahre könnte man meinen. Das wäre ein fließender schmerzfreier Übergang. Doch was ist, wenn es noch weitere Revolutionen á la Smartphone und Tablets gibt? Z.B. die totale Integration des TV in die digitale Welt? Neue kleine revolutionäre Apps? (Wer hätte gedacht, dass eine kleine WhatsApp! App den kompletten SMS Versand überflüssig macht und damit in 2 Jahren Milliarden-Umsätze vernichtet). Vielleicht gibt es noch dieses Jahr neue Tablets aus Korea, die mit einem 15″ Display daher kommen, 300 Gramm wiegen und 24 Stunden Akku-Power haben? Wozu dann noch einen 2 Kilo Notebook? Nur damit „echtes“ Windows 8 darauf läuft? Was interessiert die nächste Generation Windows? Microsoft hat mit Windows 8 und dem Windows Phone den richtigen Kurs eingeschlagen (und leider dazwischen noch ein „RT“ erfunden). Aber die Revolution wird viel weniger „Betriebssystem“ verlangen. Ob Microsoft rechtzeitig abspecken kann und ein superkleines Windows 9 für ALLE Geräte (Smartphone, Tablets, PCs und XBOX) präsentieren wird? Das wäre die einzige Chance für Microsoft, Teil der Rovolution zu sein. Sonst wird auch Microsoft mit der „alten“ PC Industrie einfach untergehen.

Die nächste Schritte von Micosoft, Apple, google, Facebook und die vielen Tablets- und Snmartphone-Hersteller werden entscheiden. Nicht, ob die Revolution stattfindet, sondern wie schnell der Umschwung passiert. Vielleicht werden aus den 5-15 Jahren ja 3-5 Jahre. Man darf gespannt sein, wer dann alles den Anschluß verliert.

Update, Mai 2013: Microsoft hat die XBOX One vorgestellt und werkelt damit am Thema „totale Integration des TV in die digitale Welt“. Wer allerdings an ein leichten fluffiges Gerät mit Mini-Betriebssystem gedacht hat, wird enttäuscht. Die Eirlegende-Wollmilchsau ist zu einem Hardwaremonster mit gleich 3 Betriebsystemen mutiert.

Endlich: MP3 Legal und ohne DRM Kopierschutz!

Eigentlich hatten die Musikfans der Welt bereits Ende 2007 gejubelt, als in den USA Amazon einen MP3 Shop eröffnet hatte und die Musikstücke ohne lästigen DRM Kopierschutz anbot.

Gleichzeitig verkündete Amazon noch im Jahre 2008 nach Europa zu kommen.

Leider hat es bisher nur Amazon U.K. (Dezember 2008) geschafft einen MP3 Shop ohne Kopierschutz nach Europa zu bringen. Für Deutschland gibt es laut Amazon noch immer keinen Termin.

Diese Zurückhaltung könnte sich nun (für Amazon) bitter rächen.

Apples MP3 Shop iTunes – ebenfalls ein Verfechter DRM freier Musikstücke – hat es nun geschafft die Musikindustrie zu überreden.

Ab April 2009 werden alle Songs bei iTunes ohne Kopierschutz (DRM) verkauft!

Damit werden endlich alle Musikfans in den Genuss von einfach legal erworbenen MP3 Musikstücken ohne Kopierschutz kommen.

Bisher hatten viele Menschen noch gewartet, da Ihnen das Handling mit dem DRM Kopierschutz zu kompliziert oder zu lästig war – oder sie die Sorge hatten, sie würden etwas illegales tun, wenn sie den Kopierschutz nachträglich entfernen.

Diese Sorgen sind nun vorbei.

Wahrlich eine Meldung zum Jubeln!