Warum Väter die besseren Mütter sind

Die perfekte Mutter ist so locker im Umgang mit Ihren Kindern wie die Supernanny (und sieht auch genauso gut aus), sie kann das (tatsächlich sehr gute) Erziehungsbuch “Kinder fordern uns heraus (von Rudolf Dreikurs)” auswendig und begrüßt am Abend den nach Hause kommenden Ehemann in einem sexy Kleid und einem glücklichen und vor allem dankbaren Lächeln.

Ja, das ist die perfekte Mutter. Vermutlich gibt es die sogar irgendwo. Einmal oder zweimal. Also ungefähr so oft wie den perfekten Vater.

Moment, lautet die Überschrift nicht “Väter sind die besseren Mütter“?

Richtig.

Stellen wir uns folgende Situation vor: Jeweils ein Vater und eine Mutter ziehen unter den gleichen Vorraussetzungen ein Kind groß.

Nach 3 Jahren ist das Kind ein glückliches, aufgewecktes, gesunden und durchweg fröhliches Kind.

Nun fragt man beide Erzieher (also Vater und Mutter), ob alles in Ordnung ist:

Der Vater zeigt mit dem Finger auf sein Kind und sagt: “Das Kind ist glücklich, intelligent, der Arzt ist zufrieden, die Verwandtschaft ist zufrieden, ich bin zufrieden, das Kind ist fröhlich: PASST SCHON!

Die Mutter nimmt das Kind auf den Arm und sagt: “Heute Morgen hat es geweint als es hingefallen ist, dabei hab ich doch extra gesagt, dass es nicht so schlimm ist und es getröstet. Vermutlich liegt das an der sensiblen Art des Kindes, ich vermute eine Hochbegabung und weiß gar nicht ob ich das arme Ding genug fördern kann. Ich hab mich ja schon umgehört aber da hilft einem ja auch keiner und man wird einfach von der Gesellschaft mit dem Problemkind allein gelassen. Der Arzt hat auch gesagt, das Kind sei auffällig intelligent und aufgeweckt. Vermutlich hat es das von mir. Ich denke ich habe auch eine unendeckte Hochbegabung, wurde aber als Kind auch nicht gefördert und habe so mein ganzes Leben die Chance verpaßt etwas aus mir zu machen. Das soll mein Kind mal besser haben. Meine Mutter hat dafür kein Verständnis und sagt immer nur ” wenn das Kind lacht ist alles in Ordnung”. Die hat ja keine Ahnung mit ihren antiquierten Erziehungsmethoden. Im Kindergarten kann mein Kind ja auch nicht viel lernen, die anderen Kinder sind ja normal und streiten sich oder brüllen oder ich hab auch schonmal gesehen, das ein anderes Kind mein Kind gehauen hat. Da wollte ich mein armes Ding dann gar nicht mehr in den Kindergarten bringen. Aber dann hat es wieder soviel geweint weil ich ja keinen so großen Spielplatz habe und auch nicht soviel Zeit zum spielen wie die anderen Kinder im Kindergarten. Dabei habe ich schon ganz viele Lernspiele gekauft. Letzten Monat hat sie auch ein Lernspiel durchgespielt das ab 4 Jahre ist. Aber das andere Lernspiel wollte es dann nicht mehr spielen. Ich bin dann mit dem Kind zu einem Therapeuten gegangen aber der hat auch nur an mir rumgemeckert “ich soll das Kind Kind sein lassen”. Natürlich bin ich jetzt wieder alles Schuld !

Zum Glück wird in beiden Fällen das Kind ein ganz normale Zukunft haben. Aber die Mutter fühlt sich als abgestempelte Rabenmutter und der Vater als der Superdaddy. Komisch….

1 Kommentar

  1. 18. April 2009 um 20:11

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